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Farbenraum im CIELAB-System

Das RAL - Design - System

1993 veröffentlichte RAL das sogenannte RAL-Design-System, einen vom Autor
ausgearbeiteten Farbenatlas, der nach dem Prinzip h, L und C organisiert ist.
Beginnend mit h = 10 (bezeichnet mit "010") sind auf jeder Seite Lackierungsmuster mit gleichem Buntton zu sehen, die zeilenweise in steigender Helligkeit L und spaltenweise mit steigendem Chroma angeordnet sind.
Von Seite zu Seite ändert sich der Buntton h um 10°, lediglich im Bereich zwischen h = 70 und h = 100 in 5er-Schritten, weil dort Bunttondifferenzen stärker empfunden werden. Zwischen den Helligkeitszeilen besteht jeweils ein DL von 10 und zwischen Spalten gleicher Buntheit ein DC = 10 bzw. DC = 5, wenn das maximal bei einem Buntton erreichbare C nur etwa 40 beträgt wie z.B. im Blaubereich. Diese Veranschaulichung des CIELAB-Systems hat sich in der farbmetrischen Praxis als Schulungsinstrument und Orientierungshilfe für den "Farbmetrik-Coloristen" bewährt.

Schema des aufgeblätterten RAL-Design-Atlas

Auf jeder Seite ist ein Buntton - nach oben in steigender Helligkeit L, - nach rechts in steigender Buntheit C dargestellt

Bei jedem Buntton liegt die Maximalfarbe (Maximales Chroma) auf einem anderen L-Niveau.
Die brillantesten Gelbtöne sind logischerweise sehr hell (L=80 - 90), während die sattesten Blau- oder Purpurtöne im Helligkeitsbereich L = 40 bis 45 liegen.
Jedenfalls gilt das für die seidenmatten Muster im RAL-Design-System.
Hochglänzende Lackierungen (unter Glanzausschluß gemessen) erreichen höhere Chromawerte.

Einfluss des Glanzes auf L und C

Welchen Einfluß der Glanzgrad oder die Meßgeometrie auf die absoluten Farbwerte hat, verdeutlicht das (konstruierte) Beispiel in der folgenden Abbildung.
Die untere Kurve mag an einer hochglänzenden, sehr kräftigen roten Lackierung gemessen sein. L = 28 und C = 56.
Durch die Parallelverschiebung um 4%-Punkte nach oben bei Messung mit der Kugelgeometrie 8°/d oder durch Zusatz eines Mattierungsmittels ohne aufhellende Wirkung (Wachs), steigt L um 9 Punkte an und das Chroma C fällt von 56 auf 37,7!

Parallelverschiebung der Remissionskurve

nach oben nach Zusatz eines Mattierungsmittels oder Messung inkl. Glanz, wikt sich drastisch auf Helligkeit und Buntheit aus!

Deshalb ist es oft schwierig, meist sogar unmöglich, hochglänzende Farben mit matter Oberfläche (z.B. als Dispersionsfarben) nachzustellen! Bei helleren oder weniger gesättigten Farben sind die Unterschiede nicht mehr so gravierend.
Siehe auch den Zusammenhang zwischen Y und L

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Bildschirm-Schnappschuss

Buntton 90 auf dem Bildschirm

Sehr helle Gelbtöne mit höherer Buntheit (Chroma) sind auf dem Bildschirm nicht darstellbar! Hingegen können relativ hoch gesättigte, "chromareiche" Olivtöne zwar auf dem Bildschirm, aber nicht lacktechnisch erzeugt werden.

Farbcharakteristiken