1 Was ist Farbe? 2 Farbmetrik 3 CIELAB 4 Analytische FM 5 Farbrezeptierung 6 Diverse 7 EXCEL
Startseite 2 Farbmetrik CIE-System

2 Farbmetrik


CIE-System Lichtarten&Metamerie Farbwertanteile

Farbspiele Links Kontakt Autor Sitemap

Die Gesetze der additiven Farbmischung

Die Kenntnis der Gesetze der additiven Farbmischung verdanken wir einem Stettiner Gymnasiallehrer namens Hermann G. Graßmann (1809 -1877), der sich auch als erster mit dem n-dimensionalen Euklidischen Raum befasste und der als Erfinder der Vektor -und Tensorrechnung gelten kann.

Hier die drei Graßmannschen Gesetze:

1. Zur Kennzeichnung einer Farbvalenz sind drei linear unabhängige Größen notwendig und hinreichend.

2. Das empfindungsgemäße Ergebnis einer additiven Farbmischung hängt nur von den Farbvalenzen der Mischungskomponenten und nicht von deren Zusammensetzung ab.

3. Alle Farbmischungsreihen sind stetig.

Das 1. Graßmannsche Gesetz besagt, dass es möglich ist, jede Farbe durch Angabe der Mischungsanteile von nur drei beliebig gewählten Grundfarben eindeutig zu beschreiben, allerdings müssen deren Valenzen von einander unabhängig sein, keine der drei Basiskomponenten darf die anderen enthalten!

Nach dem 2. Graßmannschen Gesetz kommt es nicht auf die Zusammensetzung der Mischungskomponenten an, sondern nur auf ihr "Aussehen", ihre jeweilige „Farbvalenz“. Jeder aus vielen einzelnen Wellenlängen zusammengesetzte Teilbereich des Spektrums lässt sich durch eine gleich aussehende, gegebenenfalls anders zusammengesetzte Farbe, oder auch nur durch ein intensives Spektrallicht ersetzen!

Das 3. Graßmannsche Gesetz schließlich besagt nichts weiter, als dass die Natur auch hinsichtlich der Farbmischung keine Sprünge macht. Man wird bei additiven Farbmischexperimenten keine Überraschungen erleben, sondern immer nur das, was sich logisch innerhalb einer Reihe erwarten lässt; auch wenn wir Farben aus dem kurzwelligen Ende des Spektrums mit denen am langwelligen Ende mischen. Empfindungsgemäß müssen sich die beiden Enden des Spektrums treffen - sie schließen sich zum Kreis, zum Farbenkreis!

Kern des CIE-Systems

Aus dem Gesagten geht hervor, dass es beliebig viele Basis-Mischkomponenten gibt, aus denen sich eine gegebene Farbvalenz mischen ließe. Um eine farbmetrische Vertändigungsbasis zu schaffen, bedarf es deshalb einer Konvention über die Wahl der "Primärvalenzen".

CIE-System