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Farbmetrik

Die Farbmetrik verläßt sich darauf, dass gleiche Ursachen - in diesem Fall gleiche Farbreize - auch gleiche Wirkungen, d.h. gleiche Farbempfindungen auslösen.
Was "das Auge" aus dem Reiz macht, wird unter Anwendung bestimmter Modellvorstellungen über den Mechanismus des Farbensehens gerechnet. Diese Rechnungen sind relativ aufwendig und bildeten jahrzehntelang ein Hindernis in der routinemäßigen industriellen Anwendung der Farbmetrik. Erst mit der Verfügbarkeit immer billigerer Computer setzte sich die Farbmetrik in der Praxis als analytisches Instrument zur Qualitätskontrolle färbender und gefärbter Substanzen durch.

U r s a c h e für farbiges Aussehen...

- die spektrale Remission

Mit Spektralphotometern messen wir "das Verhältnis der Strahldichte des Materials zu der Strahldichte eines vollkommen mattweißen Materials bei Reflexion, das in gleicher Weise bestrahlt wird", es wird also die von einer irgendwie beleuchteten Probe reflektierte Lichtintensität verglichen mit der von einem Weißstandard reflektierten Energie. Dieses Verhältnis wollen wir abweichend von DIN 5036 Remission R (statt "Strahldichtefaktor ß") nennen.
Was wir im Prinzip sehr einfach direkt messen können, ist das von einer farbigen Probe
remittierte, oder bei transparenten Proben, das von ihnen durchgelassene, transmittierte
Licht.
Da wir es meist mit Aufsichtsfarben zu tun haben, konzentrieren wir uns nur hierauf. Im übrigen gelten viele der folgenden Aussagen auch für Transmissionsmessungen.

Spektralphotometer-

Zur Messung der spektralen Remission einer Probe mittels Spektralphotometer zerlegt man das von geeigneten Lichtquellen (Halogenlampe oder Xenonlampe) kommende, mehr oder weniger weiße Licht mittels Monochromator oder auch mit schmalbandigen Farbfiltern in seine Komponenten, in eng begrenzte Wellenlängenbereiche, die als "Lichtsonden" nun nacheinander auf die Probe fallen und von dort mehr oder weniger stark remittiert werden.
Um den Remissionsgrad festzustellen, lässt man den beleuchtenden Lichtstrahl - entsprechend geteilt - gleichzeitig in anderen Geräten auch ungeteilt, abwechselnd auf einen (Arbeits-) Weißstandard fallen, dessen Remissionsgrad im Vergleich zu "Absolutweiß" bekannt sein muss.

Prinzip der Spektalphotometer

Die Intensität des von der Probe P und von dem Weißstandard remittierten Lichts wird in einer Photozelle oder einer Photodiode in analoge elektrische Spannungssignale verwandelt, deren Quotient den für den gegebenen Wellenlängenbereich vorliegenden Remissionsgrad R (meist in %) darstellt.

Wegen dieser Quotientenbildung spielt die spektrale Emission der verwendeten Lampe
normalerweise keine Rolle für das primäre Meßergebnis. Allerdings: Bei fluoreszierenden Proben hat die Energieverteilung der im Spektralphotometer verwendeten Lampe einen erheblichen Einfluss auf die Remissionskurve und die daraus rechnerisch abzuleitenden Farbwerte!
Die Remissionskurve, ("R-Kurve") die grafische Darstellung aller bei den verschiedenen Wellenlängen(-Bereichen) gemessenen R-Werte, kennzeichnet ein Material wie ein optischer Fingerabdruck.

Wenn Sie noch wenig über Farbmetrik wissen, lesen Sie jetzt am besten zuerst
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Messgeometrie