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Additiv? Subtraktiv? Bildschirmfarben Farbräume

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Spezielle Kapitel

Additiv? Subtraktiv?

Die Sache mit der "additiven" und "subtraktiven" hat schon viele Gemüter verwirrt - bis hinauf zu sehr prominenten, die es aber ohne die Erkenntnisse der Nachfahren nicht besser wissen konnten. Wir Deutschen tun uns ganz besonders schwer, weil wir sprachlich leider nicht unterscheiden zwischen den farbgebenden Stoffen (Farbstoffe und Pigmente = Farbmittel und den daraus hergestellten "Farben") einerseits und der Farbe als Empfindung, andrerseits - entsprechend dem englischen "Colour" oder dem französischen "Couleur".
Wenn man Farbmittel mischt, ereignet sich das, was man fälschlicherweise "subtraktive Farbmischung" nennt. Man addiert dabei die lichtschluckenden Eigenschaften der Farbmittel, subtrahiert also bestimmte Wellenlängenbereiche aus dem Spektrum, das ohne diese Subtraktion nur als weißer Wellensalat erschiene. Was übrig bleibt und den Empfangsapparat trifft, wirkt immer additiv.
Streng genommen gibt es nur eine Farbmischung, die additive.
Subtraktiv ist allein die Farbmittelmischung!

Bildschirmfarben

Die Farben auf dem Bildschirm entstehen z.B. bei den konventionellen Röhren-Bildschirmen aus den rot, gün und blau leuchtenden Pixeln, deren Farbreize sich zu allen möglichen anderen Farbvalenzen additiv zusammensetzen.
Excel als Farbmetrik-"Programm"

Farbräume

Stellt man die mit einer bestimmten Technik realsierbaren Farben in einem geeigneten Koordinatensystem dar, z.B. mit den Koordinaten des CIELAB-Systems, so stellt sich heraus, dass jeder Technik, sei es der Drei- oder Mehrfarbendruck, die PKW-Lackierung oder die in der Architektur verwendeten "Bautenfarben", nur einen mehr oder weniger begrenzten Raum zur Verfügung hat.
Im Mehrfarbendruck können viel mehr Farben dargestellt werden, als mit den Pigmenten, die zur PKW-Lackherstellung geeignet sind. Dieser "Lackfarbenraum" ist wieder größer als der "Fassadenfarbenraum".