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1 Was ist Farbe?


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Ohne Licht - keine Farbe

Johann Wolfgang von Goethe , der sich 18 Jahre seines Lebens intensiv mit Farben beschäftigte, formulierte es so:
"Farben sind Taten des Lichts. Taten und Leiden!"
Farben sind tatsächlich "Taten des Lichts". "Bei Nacht sind alle Katzen grau", weiß schon der Volksmund.
Inwiefern aber "Leiden"? Um das zu verstehen, folgen wir lieber einer anderen Autorität in der Geschichte der Farbenlehre.

Ohne selektive Absorption - keine Farbe

Bereits 100 Jahre vor Goethe hatte Sir Isaak Newton entdeckt, daß unser Tageslicht aus einem Sammelsurium von Strahlen besteht wie wir heute wissen - elektromagnetischen Schwingungen verschiedener Wellenlänge:
Ein Glasprisma zerlegte diesen unbunten Wellensalat in ein Spektrum aller Farben des Regenbogens.
Aber Newton wies bereits 1707 darauf hin,
"...die Lichtstrahlen selbst sind natürlich nicht farbig, vielmehr ist ihnen nur eine gewisse Kraft und Fähigkeit eigen, diese oder jene Farbempfindung hervorzurufen."

Das weiße oder besser gesagt farblose Licht ist nur der Energieträger für die Information Farbe, die erst im Empfangsapparat
[Auge + Gehirn]erzeugt wird. Das unveränderte von einem Blatt Papier oder einer Schneelandschaft remittierte Licht meldet die Information "Weiß"! Erst wenn nennenswerte Anteile aus dem Spektrum fehlen, erst wenn das Licht etwas erlitten hat - nämlich selektive Absorption - kann Farbe empfunden werden, erst die Abweichung vom gewöhnlichen Einerlei, eine Reduktion des Überangebots an Wellen, macht den Reiz:
den Farbreiz.

Ohne Empfangsapparat [Auge] - keine Farbe

Es braucht aber auch einen Empfänger, einen Wahrnehmungsapparat, der auf Lichtstrahlen mit der Empfindung "Rot", "Grün", "Gelb" oder "Blau" usw. reagiert.
Nur weil Anteile des weißen Lichtes Absorption erleiden, kann der Rest der Wellen "Taten" verrichten: die lichtempfindlichen Zäpfchen und Stäbchen des Auges und bestimmte Sehnervenschaltungen und schließlich die zuständige Gehirnregion zur Farbempfindung anregen. Es gibt primär keine farbige Welt.
Farbe ist "nur" die Reaktion unseres Wahrnehmungsapparates auf Lichtwellen unterschiedlicher Wellenlänge. Farbe "existiert" nur subjektiv beim Sehenden. Ändert sich ein Glied in der Ursache-Wirkungs-Kette, ändert sich
die Empfindung "Farbe".

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